Europawahl 26.05.2019 Wahlbeteiligung  (interaktive Karte)

Vorläufiges Endergebnis


Vorläufiges Endergebnis aus Deutschland

So wurde in Deutschlands Wahlkreisen gewählt  (interaktive Karte)


Vorläufiges Endergebnis der Europawahl 26.05.2019 aus Brandenburg


Europawahl 26. Mai 2019, der Bundeswahlleiter

Die Klima- und Energiepolitik der EU


PARTEIENCHECK EUROPAWAHL 2019

April 2019 Climate Action Network Europe: DEFENDERS, DELAYERS, DINOSAURS Ranking der EU-Fraktionen und nationalen Parteien zum Klimawandel


PARTEIENCHECK EUROPAWAHL 2019 der BUND Jugend NRW

Wir zeigen wie sich die Parteien und deren Vertreter*innen für einen wirksamen Klimaschutz einsetzen. Der Wahlkompass Vote for Future hat eine Befragung durchgeführt, wie diese zu den Forderungen von Fridays For Future  stehen und welche Vorschläge zum Klimaschutz hierzu eingebracht werden und ihre Antworten ausgewertet.Wir rufen dazu auf, an der Europawahl am 26. Mai teilzunehmen. Geh wählen und nutze deine Stimme! Für Veränderung ist aber immer auch gesellschaftlicher Druck nötig, also schließe dich mit anderen zusammen und werde selbst aktiv!

Hier findet ihr alle unsere Forderungen mit kurzer Erklärung, sowie die vollständigen Antworten der Kandidat*innen.

Unterstützen Sie die sechs bundesweiten Forderungen von Fridays For Future?

Fridays For Future Germany fordert die Einhaltung der Ziele des Pariser Abkommens und des 1,5°C-Ziels. Für Deutschland heißt das:

  • Nettonull 2035 erreichen
  • Kohleausstieg bis 2030
  • 100% erneuerbare Energieversorgung bis 2035

Entscheidend für die Einhaltung des 1,5°C-Ziels ist, die Treibhausgasemissionen so schnell wie möglich stark zu reduzieren. Deshalb fordert Fridays for Future bis Ende 2019:

  • Das Ende der Subventionen für fossile Energieträger
  • 1/4 der Kohlekraft abschalten
  • Eine Steuer auf alle Treibhausgasemissionen.

Welche Vorschläge haben Sie, diese EU-politisch umzusetzen?

Gabi Zmmer, DIE LINKE, GUE/NGL

Nettonull 2035 erreichen

DIE LINKE fordert, dass die Energieerzeugung bis zum Jahr 2040 vollständig aus erneuerbaren Quellen und hauptsächlich dezentral organisiert sein.

Kohleausstieg bis 2030

Ja. DIE LINKE fordert, dass der Kohleausstieg europaweit sofort beginnen und 2030 abgeschlossen sein muss. 

100% erneuerbare Energieversorgung bis 2035

Der Anteil erneuerbarer Energien am Verbrauch in der EU muss bis 2030 auf mindestens 45 Prozent ansteigen, bis 2040 auf 100 Prozent. Weiter müssen die EU-Emissionen von klimaschädlichen Treibhausgasen bis 2030 um mindestens 65 Prozent im Vergleich zu 1990 gesenkt werden, bis zum Jahr 2050 um 95 Prozent.

Entscheidend für die Einhaltung des 1,5°C-Ziels ist, die Treibhausgasemissionen so schnell wie möglich stark zu reduzieren. Deshalb fordert FFF bis Ende 2019:

Das Ende der Subventionen für fossile Energieträger

Ja. Es braucht in der EU eine öffentliche Emissionsbremse! Öffentliches Geld darf nicht mehr in Konzerne investiert werden, die Geschäfte mit fossilen Energieträgern machen. Wir wollen keine neue fossile Infrastruktur. Erneuerbare Energien müssen ausgebaut werden – bürgernah. Atomkraft und Fracking erteilen wir eine Absage.

1/4 der Kohlekraft abschalten

Ja.  Verbindliche EU-Vorgaben sind erforderlich: etwa nationale Abschaltpläne für Kohlekraftwerke in Verbindung mit europäischen bzw. regionalen CO2-Mindestpreisen bzw. Begrenzungen von Volllaststunden (Nutzungsgrad der Anlage) für jeweils verbliebene Meiler. Deutschland soll hier seine europäische Verantwortung wahrnehmen, indem es zunächst die 20 ältesten Braunkohlemeiler über 100 MW Leistung bis 2020 stilllegt und die verbleibenden Kohlekraftwerke drosselt. 2030 muss der letzte deutsche Kohlemeiler vom Netz.

Eine Steuer auf alle Treibhausgasemissionen. Der Preis für den Ausstoß von Treibhausgasen muss schnell so hoch werden wie die Kosten, die dadurch uns und zukünftigen Generationen entstehen. Laut UBA sind das 180€ pro Tonne CO2

Ja. DIE LINKE fordert die Einführung einer Kohlenstoffsteuer (Carbon Tax), die alle Industriezweige bzw. Branchen umfasst. Durch diese wird das Problem an der Wurzel gepackt: Die Externalisierung der Kosten des Klimawandels wird effektiv unterbunden und umweltschonende Technologien und Produkte werden im Vergleich zu ihren schädlichen Konkurrenten attraktiver.

Ska Keller, Bündnis 90/Die Grünen, Grüne/EFA
  1. Ja!  Wir unterstützen die Forderungen von FFF.
  2. Welche Vorschläge haben Sie, diese EU-politisch umzusetzen?

Zu den Forderungen, die von Fridays for Future erhoben wurden, hat die Fraktion der Grünen/EFA im Europäischen Parlament einen 10-Punkte-Plan für Klimaschutz erstellt. Denn aus unserer Sicht liegen die Lösungen auf dem Tisch, was fehlt, ist der politische Wille. Wenn das Klima eine Bank wäre, hätten die Regierungen sie längst gerettet…

Wir fordern:

  • Sofortiges Ende sämtlicher Subventionen fossiler Energien
  • 60 Prozent weniger CO2-Emissionen bis zum Jahr 2030
  • Klimaneutralität mit 100 Prozent erneuerbaren Energien bis spätestens zum Jahr 2050
  • ein gerechteres und umweltfreundliches Steuersystem
  • einen gerechten CO2-Preis
  • Überprüfung aller EU-Investitionen auf Klimaschutzauswirkungen
  • Unterstützung eines fairen Strukturwandels
  • Nachhaltige Verkehrswende: Mehr Züge und weniger Flüge
  • Massive Investitionen in nachhaltige Energien und Energieeffizienz
  • Umbau der Landwirtschaftsförderung für eine nachhaltige und klimaschonende Landwirtschaft
  • Radikaler Ausbau von Ressourceneffizienz und Kreislaufwirtschaft
  • Umbau aller EU-Fonds auf Kompatibilität mit den Pariser Klimazielen