Prolog

Deutschland in den nächsten 20 Jahren klimaneutral gestalten ist Notwendigkeit und gesellschaftliche Aufgabe. Zugleich werden die bisher gestellten Weichen der Größe der politökonomischen Herausforderung nicht gerecht und greifen dadurch zu spät. Wissenschaftlich begründete Erfordernisse werden in der Umsetzung verwässert. Keine guten Aussichten.

Die Diskussion über die menschengemachte Existenz  des Klimawandels ist jedoch längst beendet. Diesen Konsens der Weltgemeinschaft zeigen das Pariser Klimaabkommen und die UN Weltklimakonferenz von Katowice.  Darüber hinaus haben alle Länder Anstrengungen versprochen, die Erwärmung auf 1,5 °C zu begrenzen. Ein sehr erfreuliches und positives Signal.

Und was ist hingegen geschehen? Deutschland verfehlt seine Klimaziele 2020, unglaublich!  Es ist in keinster Weise nachvollziehbar, warum ein so modernes Land sich damit überhaupt schwer tut. Warum die Politik leidenschaftslos inkonsequent ist und keine schlüssigen Visionen für eine Klimaneutralität hat. Was sagen wir der Welt, die auf uns schaut? Wo sind die „Profis“ geblieben? Warum wird genau in diesem Moment gegen unsere  Zukunft gehandelt?

Was gleichfalls dramatisch ist und ganz eng mit Visionslosigkeit zu sehn ist, sind die Folgen einer derart unklugen Reaktion auf den Klimawandel:  der innovative Wissensstandort Deutschland, ja man Ann sagen, der ganz Europas werden dadurch aufs Spiel gesetzt. Wir relativieren und lassen unser Handeln in schlimmer Weise von Dinosaurier Lobbyisten diktieren, halten somit an altem Wissen und überholten Technologien fest. Die verantwortlichen Profis überlassen wesentliche Entscheidungen dem Markt, der Wirtschaft. Diese bewegen sich im Rahmen von Gewinn und Rendite, schauen nur innerhalb dieser auf eine Zukunft. Das greift entschieden zu kurz. Die logischen Folgen: Innovationen und neueste Ideen kommen aus anderen Ländern,  Markt- und Wirtschaftsvorteile schöpfen andere Staaten ab. China hat dies erkannt und im Abkommen mit Italien längst Europa betreten und bringt sein hochqualifiziertes Know-how mit. Wenn wir das nicht wollen, nicht wollen, dass unsere Jugend bei den Spitzentechnologien das Nachsehen hat, nicht nur die Melodie spielt sondern gleichfalls den Takt vorgibt, müssen wir die alten CO2 Technologien schleunigst hinter uns lassen. Die Politik muss die wissenschaftlichen Fakten mit Visionen füllen, Wirtschaft und Markt dorthin drängen. Genau das geschieht jedoch bei den Maßnahmen gegen den Klimawandel gegenwärtig nicht mit der erforderlichen und entschiedenen Nachhaltigkeit.  Solange solche schwachen Profis am Werkeln sind, solange werden Menschen, wird Fridays For Future lauter und lauter. 

Der Wolf, die Migration und der Klimawandel haben eines gemeinsam, sie verlangen von uns unsere Komfortzonen zu verlassen, unsere Kopfkissen aufzuschütteln und in unserem Land endlich anzupacken und mit politischer Entschlossenheit und Konsequenz zu handeln. Es muss ein Ruck durch unsere Gesellschaft zu spüren sein.

Wie bringen wir die Forderungen der jungen Menschen, Wissenschaftler und Eltern zur Handlung? Wir haben in der parlamentarischen Demokratie die Möglichkeit über Wahlen und Volksbegehren uns Gehör zu verschaffen. Vote for Future schlägt die Brücke zur demokratischen Willensäußerung. Vote for Future will die Kraft von allen engagierten Menschen dorthin, zur Wahlurne tragen. Was Schüler und Schülerinnen, alle jungen Menschen mit Fridays for Future ausgelöst haben, ist die Forderung nach fassbaren Strategien die Erwärmung auf 1,5 °C zu begrenzen.

Am 26. Mai 2019 findet die Europawahl statt. In Deutschland sind 2019 in Brandenburg, Thüringen, Sachsen und Bremen Landtags-, bzw. Bürgerschaftswahlen. Geben wir den Parteien, Fraktionen und Personen unsere Stimme, die für alle Sektoren durchgehend klare Konzepte für ein klimaneutrales Europa, Bundesland oder klimaneutrales Deutschland vorlegen. Votieren wir für die Partei, die die Konzepte vorlegt, mit denen die  vereinbarten Klimaschutzziele umgesetzt werden können. Vote for Future will dazu beitragen Transparenz zu schaffen. 

Vote for Future

1.

190312,  Prof. Dr. Volker Quaschning, Scientists for Future, Bundespressekonferenz

Ab Min 12:00 und Beantwortungen von Pressefragen ab Min16:00: 

“… Herr Quaschning, könne Sie uns mal sagen, welche Parteien, aktuell, die im Bundestag vertreten sind, das, was das Mindeste ist, das was notwendig ist, überhaupt wollen?”

Antwort: “Keine. Also ich sag mal, es gibt Parteien, wie die Grünen und die Linken, die sind vielleicht ein bisschen näher dran an dem, was wir machen müssen. Aber ich hab bisher noch kein Konzept gesehen, wie wir wirklich nachhaltig Deutschland in den nächsten 20 Jahren klimaneutral gestalten können. Es gibt Maßnahmen die in die richtige Richtung zielen, aber aus meiner Sicht sind alle Maßnahmen, die auf dem Tisch  liegen, zu gering…”

2.

190312  Jakob Blasel, Fridays for Future, Bundespressekonferenz

Ab Min 16:00:

Auf die Frage, wie wird die Unterstützung der Wissenschaft empfunden und zu den Äußerungen, das sei Sache der Profis.

“… davon gesprochen, dass man auf Profis hören sollte und gleichzeitig irgendwie uns dadurch diskreditieren wollen und das ist mit Blick auf die Aussagen der Forscherinnen und Forscher einfach nur falsch. Wir müssen jetzt was gegen die Klimakrise tun und das sollte auch so verstanden werden (müssen), wenn man auf die Wissenschaft hört. …”

3.

190312   Prof. Dr. Maja Göpel, Scientists for Future, Bundespressekonferenz

„… Wir diskutieren auf der anderen Seite einen Strukturwandel der Digitalisierung, der wird einfach so hingenommen. … .  Warum, und das ist eine Frage, die lässt sich eben nur durch politökonomische Fragen nach Interessen und nach Machtkonstellationen beantworten, finden wir nicht diese gleiche Energie in der Modernisierung unserer KlimaTechnologien, in unserer Art wie wir Landbewirtschaftung betreiben und … gestalten.  Warum kann das eine als Fortschritt gefeiert werden, mit all den Kollateralschäden für die die Politik und Gesellschaft dann natürlich selbstverständlich gerade stehen soll und das andere wird abgewehrt bis auf den letzten Moment, obwohl es in in der Verhältnismäßigkeit um ganz andere Größenordnung geht … .”

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